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Zum Teufel mit dem Tanzverbot – 2015

Karfreitagsdemo: Zum Teufel mit dem Tanzverbot
Karfreitagsdemo: Zum Teufel mit dem Tanzverbot

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Piratenpartei Köln lädt am Freitag, dem 03.04.2015 (Karfreitag), unter dem Motto „Zum Teufel mit dem Tanzverbot“ zum Flashmob auf die Kölner Domplatte ein. Anlass ist die immer noch aktuelle Kritik der Partei an den „Stillen Feiertagen“. In NRW gelten an diesen Tagen zahlreiche Einschränkungen, zu denen u.a. das Tanzverbot gehört. Es stammt aus einer Zeit, als das tägliche Leben der Menschen von Traditionen einer Religion geprägt war.
In einem säkularen Staat, mit vielen akzeptierten Religionen, sollte der Gesetzgeber jedoch keine religiös begründeten Verbote erlassen. Die Rücksichtnahme auf religiöse Gefühle, Riten und Traditionen sollte selbstverständlich sein – für alle Glaubensrichtungen! Dafür bedarf es keiner Gesetze, die einseitig eine Religion bevorzugen. Die PIRATEN wollen daher darauf aufmerksam machen, dass die grundgesetzlich verankerte Trennung von Kirche und Staat an dieser Stelle ignoriert wird.

„Es geht hier um die Abwägung von Grundwerten“, erklärt Initiatorin Lisa Gerlach, Kölner Stadträtin. „Das Recht, den eigenen Glauben in Stille und Meditation zu praktizieren, verhindert derzeit an bis zu 17 Tagen des Jahres das Recht aller anderen auf Teilhabe an Kultur, Geselligkeit und Kunst in Deutschland. Wie weit darf sich die Ausübung des Glaubens überhaupt durch kulturelle Werte beeinträchtigt fühlen? Beides ist wünschenswert und auch vereinbar! Wir werden in einem stummen Flashmob darauf aufmerksam machen, dass der alte Zopf des Tanzverbots abgeschnitten gehört.“
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Ansprechpartnerin zum Thema: Lisa Gerlach, lisa.gerlach@stadt-koeln.de, (+49 172 2960997, Allgemeine Presseanfragen: Babak Tubis, blackwolf@piratenpartei-nrw.de, (mobil +49 179 9243799)

15 Kommentare zu “Zum Teufel mit dem Tanzverbot – 2015

  1. Gibt es eine Uhrzeit?

  2. Elisabeth

    Warum tanzen die Piraten am Karfreitag nicht in Haltern?
    Oder müssen sie dann doch auch selbst kotzen?

    • Liebe Elisabeth,

      wären wir in Haltern oder wären wir direkt betroffen, würden auch wir weiter trauern. Die Piraten, die direkt betroffen sind werden dies auch ziemlich sicher tun.
      In manchen Kulturen wird je nach Bekanntschafts- bzw. Verwandtschaftsgrad 1 Jahr lang oder sogar noch länger getrauert.
      Das ist so üblich.
      Auch wir waren und sind bestürzt und haben der Opfer und auch des Piloten gedacht, dem in seiner Lage nicht geholfen werden konnte.
      Eine Trauerfeier im Kölner Dom wird am 17.04.2015 stattfinden. Auch von uns werden viele an diesem Tag nochmals der Opfer gedenken.
      Abgesehen davon dreht die Welt sich trotz so eines tragischen Vorfalls weiter und alles was vorher war, hat auch weiter Bestand.
      Und auch damit muss man umgehen.
      Trauer muss einen angemessenen Platz im Leben haben.

      Babak Tubis
      Vorsitzender der Piratenpartei Köln

  3. Also ich muss sagen, dass der Ansatz richtig ist, die Umsetzung mal wieder völlig daneben und auch ein bisschen verlogen und rücksichtslos. Auf der einen Seite wird davon geredet ´“Die Rücksichtnahme auf religiöse Gefühle, Riten und Traditionen sollte selbstverständlich sein – für alle Glaubensrichtungen!“ und es wird von einer Trennung von Staat und Kirche gesprochen und dass der Staat seine Gesetze losgelöst von der Kirche zu erlassen hat.
    Und wo wird dann demonstriert? Vor einem Gebäude der Landesregierung? Bei den Leuten, die die Gesetze machen? Nein, natürlich nicht, demonstriert wird vor einer Kirche, in der die Menschen ihre religiösen Gefühle, Riten und Traditionen ausleben wollen. Haben diese Menschen euch was getan?
    Findet ihr das Verhalten nicht selbst auch ausgesprochen widersprüchlich? Für mich ist die Wahl der Lokation nur ein Haschen nach Aufmerksamkeit. Ich finde, das sollte man Anders machen.

    • Hallo Marcus,

      Du hättest schon etwas mehr recherchieren können… Die Domplatte ist öffentliches, städtisches Gelände und auch der Ort mit den meisten Demos in Köln. Hier hat die Veranstaltung nun zum 3. Mal in Folge stattgefunden.
      Als Organisatorin der Veranstaltung hatte ich selbstverständlich vorab geprüft, dass während unserer – lautlosen – Veranstaltung keine Messe im Dom stattfinden würde.

      Jedem, der nachdenkt, wird schnell klar, dass kein gläubiger Mensch in seinem Wunsch nach Stille und Meditation durch etwas gestört wird, was an einem anderen Ort stattfindet. Niemand sollte vom Staat gezwungen werden, sein „Mittagsschläfchen“ zu halten. Niemand ist gezwungen, zu tanzen. Niemand ist gezwungen, hinzugehen oder auch nur hinzusehen. Eines beeinflusst nicht das anderes.

      Europa ist christlich geprägt. Das Christentum hat seit dem Mittelalter im Sinne des „ora et labora“ mit seinen vielen sozialen Umsetzungen (z.B. Waisenhäuser, Krankenhäuser, Altenheime) wesentlich dazu beigetragen, dass es uns hier so gut geht. Dem muss gesellschaftlich auch Rechnung getragen werden.

      Jedoch geht ein Tanzverbot an teilweise 17 (!) stillen Tagen in Deutschland inzwischen völlig an der gesellschaftlichen Realität vorbei und könnte gelockert werden. Gefällt mir, dass auch Du dieser Meinung bist.

  4. Hallo Lisa,
    danke für den Hinweis mit dem Recherchieren, aber was Du hier anbringst wusste ich schon. Nur, ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr bei der Wahl der Lokation überlegt habt, wo den ein hübsches Stückchen städtisches Gelände ist und nur das gefunden habt, denn städtische Gelände gibt es viele. Zum Beispiel den Rathausvorplatz. Ich glaube auch nicht, dass ihr euch gesagt habt ‚Hey, wir machen das da, da machen das alle Anderen ja auch.‘, denn ihr wollt doch sicher nicht in der Masse untergehen. Auch dass die Veranstaltung zum Dritten mal in Folge dort stattfindet macht es nicht besser, sondern zeigt nur auf, dass die Demo an diesem Ort offensichtlich keine Veränderung bringt. So gesehen hätte man die Lokation allein aus diesem Grund wechseln sollen.
    Nein, ich finde es offensichtlich, dass die Wahl des Doms im Hintergrund genau in Richtung Kirche provozieren will. Und ich glaube auch, dass der Dom und die Kirche die falschen Adressaten sind, denn auch wenn unsere Gesellschaft stark vom Christentum beeinflusst ist, sind es doch die Politiker, die die Gesetze machen.

    Was die Rücksicht auf die Messe angeht, verrückterweise, und davon kann man sich selbst ein Bild machen, wenn man sich denn rein traut, beten die Menschen im Dom nicht nur zu den Messen, sondern es sind ständig Menschen dort im Gebet. Ich sage verrückterweise, denn ich könnte mir bei den ganzen Touris ruhigere und angemessenere Orte vorstellen.

    Ich bin völlig bei euch, wenn es darum geht, die stillen Feiertage einzuschränken, wobei ich gerade Ostern und den Karfreitag als höchste christliche Feiertage im Jahr nicht unbedingt attackieren würde. Bei allem Wunsch nach Veränderung bin ich aber auch für Respekt gegenüber dem Umfeld und ich finde, Politik sollte anders gehen als vor Kirchen zu demonstrieren. Wenn man etwas Politisches (und was sollte ein Gesetz anderes sein) verändern will, muss man die Politik adressieren.

    • Hallo Marcus,

      Da Du meinst es Dir nicht vorstellen zu können…
      Alle Demos gegen die stillen Feiertage, von denen ich Kenntnis habe wurde an genau dem Ort durchgeführt – ursprünglich vom Autonomen Zentrum Köln. Der Platz ist meines Verständnisses auch nicht unüberlegt gewählt! Du hast völlig Recht, die Demonstration richtet sich vor allem an die katholische Kirche. Es ging und geht nicht darum, es irgendwo zu veranstalten, sondern dort, wo die Ursache für das Missverhältnis liegt. Dieser liegt nun mal in einer nicht mehr vorhandenen Machtposition der katholischen Kirche und der Dom ist das größte kirchliche Gebäude Kölns. Alleine an Karfreitag liefen dort weit über 1000 Personen vom Hbf zur Hohe Straße und umgekehrt. Und diese gingen nicht in die Kirche!
      Im übrigen brauchen die Katholiken nicht einmal die erste Wange hinhalten. Gestört fühlen, konnte sich wirklich nur eine Person, die es darauf angelegt hat oder die Machtposition und gesellschaftliche Hoheit der Kirche erhalten will.
      Selbst die zu allen Zeiten im Dom betenden Menschen hatten weiterhin Ihre Ruhe. So wie ich das Gewusel durch den Dom kenne, war es drinnen lauter als draußen. Und genau um diese Verhältnismäßigkeit geht es. Und kein Ort ist für so eine Demonstration besser geeignet, als der mit der höchsten Machtrepräsentation. Und das ist in diesem Falle in Sichtweite des Kölner Doms.
      Bei einer solchen Demo geht es vor allem um die Verständlichkeit und Sichtbarkeit.
      Und Adressaten sind beiderseits die Kirche und die Politik

      Gruß
      Babak

      • Theodreds Schicksal

        Hallo,
        na dann mal hier was zum selbst nachdenken.
        1. Ich bin gläubiger Katholik.
        2. Ich bin gegen die gesetzliche Regelung (oder einfacher: für die Abschaffung) – und zwar aus dem Grund, dass es kaum noch gläubige Christen in diesem Land gibt – zumindest solche die mit „Karfreitag“ überhaupt noch was anfangen könnten. Wir stellen nicht mehr die absolute Mehrheit – also sind wir es die uns zum trauern in unsere Gottes-, Gemeinde- und Wohnhäuser zurückzuziehen haben.
        3. Was ihr da macht ist unter aller Kanone und hat nichts mit „Macht“ oder „nicht Macht“ zu tun, sondern schlicht mit einem Bild „der“ katholischen Kirche, dass von Vorurteilen, Halbwissen und purer Ablehung bestimmt ist. Und das zieht sich wie ein roter Faden durch sämtliche Diskussionen zu allen Themen rund um Religion, Christentum und Katholizismus.
        Respekt vor Religion und Religionsfreiheit ist da nicht enthalten. Tanzen, und zudem so „expressiv“ wie bei diesen Demos dort wo andere trauern und in sich gehen wollen ist nicht zu rechtfertigen. Stell Dir doch bitte mal vor, ein von dir geliebter Mensch, bspw. Dein Vater, wirft sich vor ein Auto um ein spielendes Kind zu retten. Und auf der Beerdigung, während Du versuchst zu würdigen, dass er nicht mehr da ist aber ein Leben rettete geht direkt in Hörweite eine Mega-Open-Air Party mit extrem lauter Mucke, Go-Go girls und alle halbe Stunde harte drinks zum halben Preis ab. Und zwischendurch torkelt mal ein Feiernder durch die Trauergesellschaft. Wenn du dich beschwerst wird dir gesagt: wieso? wir halten euch doch nicht ab von dem was ihr da macht.
        Dem Wort nach ist das richtig – praktisch ist es einfachste Missachtung.
        Das sowas übrigens nicht passiert – dafür gibt es eigentlich Gesetze, die solche Parties unmittelbar neben Friedhöfen verhindern.

        Außerdem widersprichst du dir selbst. Die Demos sind da, wo die Ursache liegt – aber die hat gar keine Macht mehr und denen du, wie im letzten Post gesagt, auch gar keine Verantwortung zuschiebst. Völlig logisch also die Änderung da zu fordern, wo sie nicht hergestellt werden kann und wo das Thema auch nicht herkam …

        In Deutschland gibt es jedes Jahr mindestens 30 Brandanschläge auf Kirchen – meist katholische. Dazu kommen Sachbeschädigungen und Übergriffe auf Priester, Mönche und Nonnen in nicht unerheblicher Zahl. Als ein bekannter Erzbischof dies anprangerte wurde er von einer geschichtlich unversierten Justizministerin verbal attackiert und das Thema ging sofort unter. Als in Berlin ein Gemeindehaus verwüstet wurde, musste ein katholischer Nachrichtendienst nach einer Stellungsnahme fragen und erhielt einen Brief einer untergeordneten Stelle mit einer halbherzigen Verurteilung.
        Die in Niedersachsen gelaufene Verwüstung hunderter Wegkreuze und christliche Kunstdenkmäler wurde von einer winzigen Zahl Beamter „bearbeitet“ und nur durch Zufall lief ihnen dabei eine für den IS tätige Bande Salafisten über den Weg, die Kirchen in Serie beraubten.
        Die Behauptung, die Politiker hätten gegenüber dem angeblichen starken Lobbyisten Kirchen „keinen Arsch“ in der Hose und lediglich die Piraten „unternähmen“ nun was ist Selbstlob auf Kosten der Wahrheit.
        Auch die Grünen haben genau den gleichen Sermon abgelassen, und Die Linke verhinderte Renovierung, Neubau und Nutzung von Kirchen im Osten (bspw. die Uni-Kirche Leipzig) – etwas für das andere Parteien in die rechtsextreme Ecke gestellt werden, wenn sie es mit Moscheen machen
        In Frankfurt gingen die Grünen Jungen so weit, die katholische kroatische Gemeinde bei der Karfreiagsprozession mit ihrem Tanz zu behindern, bis diese nicht mehr weitergehen konnten.

        Von den Piraten habe ich in diesen belangen NIE ein einziges kritisches Wort gehört.
        Protestiert gegen das Tanzverbot vor dem Rathaus, auf dem Neumarkt, vor Gerichten, in Berlin oder auf der Autobahn. Alles recht und billig und mit meiner Zustimmung.
        Vor Kirchen mit diesen fadenscheinigen Ausreden und Begründungen oder offener Ablehnung und Feindschaft – das macht euch nicht neu, nicht zu Verfechtern von Freiheit und erst recht nicht zu toleranten Humanisten.

        • Theodreds Schicksal

          Oh, ein Nachtrag noch: die Demo so zu titeln, wie ihr es habt, dann vor dem Dom zu demonstrieren und dann abzustreiten, dass die ganze Sache eigentlich ausschließlich auf katholische Christen und ihre Kirche abzielt ist wenig glaubwürdig.

        • Hi Theodreds Schicksal,

          Sie waren scheinbar nicht da, als die Demo statt fand.

          Punkt 1: Toll, wenn Sie zu den wirklich Gläubigen gehören. Ich habe einige kennen und schätzen gelernt.
          Punkt 2: Für diejenigen, die sich zum Gebet zurückziehen und in Besinnlichkeit ihren Ritualen nach gehen wollen, muss auch die Möglichkeit geschaffen werden, dies in einer akzeptablen Art und Weise tun zu können.
          Punkt 3: Entspricht leider nur in geringster Weise den Tatsachen, vermischt mit vielen Ding die nicht stimmen. Das allerdings sauber zu besprechen geht hier in schriftlicher Form nicht ausreichend.
          Auch die Aktionen von Jugendgruppen anderer Parteien in anderen Bundesländern zu kritisieren ist Aufgabe genau der Mitglieder dieser Parteien vor Ort und nicht die der Piratenpartei. Und wenn sie fordern, dass wir als Kölner (NRW) uns in die Angelegenheit der Frankfurter (Hessen) einmischen sollen, können wir auch dies nicht so ganz nachvollziehen.

          Wären Sie auf der Domplatte gewesen, hätten Sie …
          1. direkt mit uns reden können
          2. mitbekommen, wie sehr wir darauf geachtet haben, jegliche Veranstaltung im Kölner Dom nicht zu stören und
          3. wie häufig wir Touristen, die mit uns tanzten auch erklärten, was erlaubt ist, was nicht, warum wir gegen das Tanzverbot sind und was viele von uns als eine vernünftige Lösung für alle Menschen (auch deutschen Katholiken) betrachten.
          Vielleicht bekommen wir ja mal die Gelegenheit in Ruhe über diese Thematik zu sprechen.
          Wir sind Montags im TacoLoco Zülpicher 4a in Köln und unsere Stammtische sind offen.

          Mit freundlichem Gruß
          B. Tubis
          Vorsitzender Piratenpartei Köln

          • Theodreds Schicksal

            Schade, dass Sie sich nicht die Mühe gemacht haben, sich in mein Beispiel hineinzuversetzen.
            Denn, was Sie für angemessen, akzeptabel und richtig halten ist nicht zwangsläufig das, was auch für die andere Seite gilt.
            Nein, ich war nicht da, habe aber solche Aktionen mehrfach erlebt und das Video gesehen. Meine Beurteilung und Meinung darüber sofort als ungültig abzuwerten zeugt wiederum von wenig Respekt.
            Ebenso wie das Verwerfen der Behandlung von Katholiken im gleichen Kontext. Selbst, wenn Sie sich auf der respektvollen Seite wähnen, wäre es doch vielleicht sinnvoll andere, extreme Aktionen zum Anlaß zu nehmen, mehr Rücksicht als in Ihren Augen „nötig“ walten zu lassen.
            Um nochmal mit einem Beispiel aufzuwarten: wenn Kritiker der aktuellen Einwanderung ihre Demo vor einem Asylantenheim nicht absagen oder wenigstens verlegen, nachdem an anderer Stelle eine solche Demo einer anderen Gruppe in Gewalt ausartete wird ihnen nicht einfach nur unsensibles Verhalten vorgeworfen.
            Da auch die Piraten bei diesen Chören mit einstimmen, halte ich diese Argumentation daher für fragwürdig – eigentlich sogar für unehrlich. Umso mehr angesichts des „Macht- und Verantwortungbezuges“ um den es angeblich ginge.

            Ich habe an dieser Stelle versucht zu reden und eine für mich nicht überraschende Haltung vorgefunden, die nicht auf Austausch, Verständnis und Respekt aufbaut, sondern auf die Abwertung und Belehrung einer kritischen Stimme hinauslief.
            Daher danke ich für die Einladung, lehne aber ebenso deutlich ab.
            Sollte irgendeiner der Einwände mal ernsthaft überdacht oder das kleinste Maß an Empathie aufkommen – dann überlege ich es mir vielleicht nochmal. Für Sie aber mit Sicherheit ebenso relevant, wie die Kritik an der Überschrift Ihrer Veranstaltung.
            Daher: Gott zum Gruße und sollte es sich hierzulande so weiterentwickeln wie bisher hoffe ich, Sie bemerken Ihre Verantwortung früher, als Politiker früherer Jahrzehnte.

          • Oh, ich habe mir die Mühe gemacht.
            Sie haben mit allen möglichen Aspekten der sprachlichen Verteidigung eines Status Quo um sich geschrieben.
            Leider ohne auf die eigentlichen Punkte einzugehen.
            Sie reden von Respekt. Den Respekt vor Gläubigen und Ihrem Glauben kann man haben und ich habe versucht auf zu zeigen, dass ich den habe.
            Aber Sie schreiben hier schon wieder über eine Vermischung von Glauben und menschlichen Ängsten, die sie haben.
            Verzeihen Sie mir bitte, aber Ihr Glaube scheint nicht ansatzweise gefestigt zu sein.
            Alle Menschen sollte mit dem gleichen Respekt behandelt werden!
            Die Undifferenziertheit ihrer Betrachtungsweise ist für bedauerlich.
            Ihre Meinung ist nicht ungültig, es ist Ihre Meinung. Sie entspricht nur nicht meiner, die ich aus meiner Erfahrung mit den Menschen und bei den Aktionen schöpfe. Eine Erfahrung, die sie leider nicht mit mir teilen.
            Das Beispiel einer friedlichen ruhigen Demo gegen die Ungleichbehandlung von Menschen, dem gesetzlichen Zwang der Vorstellung Anderer gehorchen zu müssen, setze Sie auf eine Stufe mit inakzeptabler Gewalt, die bei einer anderen Demo ausgeübt wird.
            Abgesehen davon haben einige von uns Menschen die Verantwortung, die man übernehmen müsste verstanden. Leider geben die meisten Menschen Ihre Stimme genau den politischen Gruppen, die sie hier ansprechen.
            Wir sehen wohin diese Sicht und Denkweise uns gebracht hat.
            Weiterhin betrachten sie eine inhomogene Gruppe als homogene Einheit. Auch dies ist eine Ihrer Beweusvoraussetzungen, der ich widersprechen muss.
            Es gibt nur eine definierte Menge Menschen, die in allem einer Meinung sind. Und diese Menge ist immer allein.

            „Möge der kostbare Erleuchtungsgeist entstehen, wo er noch nicht
            entstanden ist, und möge er, wo schon entstanden ist, nicht wieder
            abnehmen, sondern weiter und weiter anwachsen.“

            Leben Sie wohl.

  5. Hallo Babak,
    schön, dass wir uns im Grunde einig sind.
    Ihr wollt die konsequente Trennung von Kirche und Staat? Will ich auch. Ich will nicht, dass der Staat eine Kirchensteuer erhebt (was übrigens deutsche Politiker verbockt haben, denn wäre die Kirche schuld, wie ist zu erklären, dass es das nirgendwo sonst auf der Welt gibt?). Ich will nicht, dass der Staat mir vorschreibt, dass ich an einem religiösen Feiertag einer einzelnen Religion leise zu sein habe. Das Alles will ich nicht, aber das Alles liegt in der Verantwortung der Politik, nicht der Kirche. Dann die Kirche in die Kritik zu ziehen, da macht man es sich ein bisschen zu leicht.
    Natürlich wehrt die Kirche sich nicht dagegen, wenn sie bevorzugt wird und natürlich versucht sie ihren Status Quo zu bewahren, aber verdammt noch mal, es sind die Politiker, die die Verantwortung für die Gesetzgebung tragen. Sie haben auch die Verantwortung dafür, sie zu ändern. Haben die Politiker ein bisschen Arsch in der Hose, dann hat die Kirche keinen Einfluss auf die Gesetze.
    Was eure Aktion angeht, Ich finde, als Politiker macht ihr es sich zu leicht, wenn ihr die Verantwortung dafür bei der Kirche sucht. Finde ich fehl am Platz. Wenn wir uns in diesem Punkt auch noch einig wären, könntet ihr sicher meinen Standpunkt verstehen, dass ich die Lokation der Aktion als im Widerspruch zu den hochtrabenden Worten „Die Rücksichtnahme auf religiöse Gefühle, Riten und Traditionen sollte selbstverständlich sein.“ erachte.

    • Hi Marcus,
      ja ich finde es auch gut, daß wir uns im Grunde einig sind.

      Kirchensteuer und wer es verbockt hat?
      Nun ja, das war der Staat, der sich gebildet hat, nachdem Napoleon vertrieben wurde beginnend mit dem Bereich Lippe-Detmold.

      Wer sagt, das mit der Demo, die Kirche in Kritik gezogen wird oder wir die Verantwortung für die stillen Feiertage / das Tanzverbot – welches übrigens Weltweit auch einmalig ist – bei der Kirche suchen?
      Das ist Deine Auslegung aufgrund des gewählten Ortes – OK.

      Wir wissen, die Verantwortung liegt bei der Politik. Allerdings ist auch die Kirche einer der größten Lobbyisten, der sich eine der maßgebenden politischen Gruppierungen mehr als nur verpflichtet fühlt.
      Die wollen gegenüber den deutschen Kirchen gar keinen „Arsch in der Hose“ haben!
      Mit uns Piraten ändert sich das gerade peu á peu.

      Nochmal: Der Ort für die Demo ist aus dem Grund gut gewählt, weil es der Treffpunkt und Kreuzungspunkt für extrem viele Menschen in Köln (u.A. auch Touristen) ist – wenn Du aus Köln bist, solltest Du das wissen – und nicht weil es vor dem Dom ist. Aber man genießt als Kölner natürlich auch die Aussicht 😉

      Außerdem haben wir
      1. es am äußerten Rand gemacht
      2. darauf geachtet den Zulauf zu keiner Messe zu stören

      Eine Rücksichtnahme von unserer Seite hat also stattgefunden!
      Und wir haben auch schon eine saubere Regelung in Petto, die berücksichtigt, religiöse Gefühle nicht zu verletzt .

      Mit piratigem Gruß
      Babak Tubis
      Vorsitzender der Piratenpartei Köln

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