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Freies WLAN für Düsseldorfer – Kölner gucken in die Röhre!

Dank eines privaten Sponsors verfügt Düsseldorf seit dem 03.09. über 10 Hotspots, an denen ein kostenloser WLAN-Zugang zur Verfügung gestellt wird. Bis 2014 soll das Netz auf 50 Hotspots ausgebaut werden.

Das freut die Piraten. Denn kostenloses WLAN für alle ist schon lange eine ihrer Forderungen.

Die Kölner Piraten allerdings ärgern sich. Nicht, weil Düsseldorf ihnen um eine Nasenlänge voraus ist. Sondern weil die Stadt Köln eigentlich alle Voraussetzungen dazu gehabt hätte, mit einem solchen Projekt als erste an den Start zu gehen. Und damit endlich einmal ihrem selbstgewählten Titel „Internetstadt“ gerecht zu werden.

Immerhin, NetCologne ist hundertprozentige Tochter der GEW Köln Holding und diese wiederum Eigentum der Stadt Köln. Da die Kölner Politik hier mit in den Aufsichtsräten sitzt, ergibt sich hier nicht nur eine rein unternehmerische Verantwortung.

Die Kölner Piraten fordern schon seit 2012 den konsequenten Ausbau der städtischen Hotspots und den freien, kostenlosen Zugang zum Internet. [1]

Ein weiterer möglicher Weg, Internet via WLAN flächendeckend und kostengünstig für die Bürger, Touristen und Besucher der Stadt Köln bereitzustellen, wäre, dass NetCologne die zur Verfügung gestellten Router so ausliefert, dass öffentliche WLAN-Netze über ausgewählte private Anschlüsse verfügbar gemacht werden. NetCologne tritt hierfür als Provider der Bürgerdatennetze auf, wodurch auch das Problem der Störerhaftung umgangen werden könnte.

Die Umsetzung dieses Vorschlags ist für NetCologne nahezu kostenneutral möglich bzw. könnte durch Werbung auf einer Einstiegsseite für externe Nutzer querfinanziert werden. Für den ursprünglichen Anschlussinhaber kann ein günstiger Tarif als Anreiz dienen.

Ein derartiges öffentliches Netz könnte bspw. auch eine Art Notfunknetz unterstützen, wie es etwa die TU Dortmund im Rahmen eines Forschungsprojekts gerade untersucht hat. [2]

Die Kölner Piraten würden sich jedenfalls freuen, wenn Köln das Feld nicht kampflos anderen Städten überlassen würde. Ideen zur kostengünstigen Realisierung, auch ohne privaten Sponsor, gibt es genug.
[1] http://wiki.piratenpartei.de/Datei:Positionspapier_Internetstadt.pdf
[2] http://www.heise.de/newsticker/meldung/WLAN-Mesh-als-Notfunknetz-1676555.html

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