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Weiterer Beweis für fatale Verkehrspolitik

A1-Rheinbrücke Leverkusen-Köln für schwere LKW gesperrt

Die Leverkusener Rheinbrücke der A1 ist in einem so schlechten Zustand, dass sie ab dem 1.12. für LKW mit mehr als 3,5 Tonnen gesperrt werden muss – eilig, kurzfristig und bis auf Weiteres. „Verantwortlich dafür ist eine Verkehrspolitik, die bis vor kurzem überwiegend auf den Neubau und die Initiierung immer weiterer Straßen setzte und dafür die Pflege des Bestandes vernachlässigte“, sagt Stefan Fricke, Kölner Landtagsabgeordneter und verkehrspolitischer Sprecher der Piratenfraktion im Landtag NRW. „Wir müssen noch mehr Aufwand für die Instandhaltung unserer Straßen im Land betreiben – ansonsten folgen dieser aktuellen Brückensperrung noch viele Weitere. Der Straßenneubau ist ein Luxus, der zurückstehen muss.“

Nach Angaben des Verkehrsministeriums werden in NRW in den nächsten zehn Jahren 3,5 Milliarden Euro für den Erhalt der Brücken auf den Bundesfernstraßen benötigt. „Sowohl im Bund als auch im Land muss allen klar sein, dass das derzeitige Budget zur Instandhaltung von Brücken, Tunneln und Trassen nicht ausreicht“, mahnt Oliver Bayer, Baupolitischer Sprecher der Piratenfraktion im Landtag NRW. „Erneut hat sich gezeigt, dass die Nichtzulassung der übergewichtigen Giga-Liner eine richtige Entscheidung war – denn für diese LKW-Monster sind unsere Brücken in NRW in keinem Fall geeignet. Sie halten ja noch nicht mal mehr als 3,5-Tonnen-LKW aus!“

Die PIRATEN setzen sich zum konsequenten Ausbau des Schienennetzes ein.
„Eine Entlastung des Straßennetzes ist ökologisch und ökonomisch dringend erforderlich“, so Bayer.

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